Vorsorge

Wie hoch sind die Maximalbeiträge an die Säule 3a, die steuerlich geltend gemacht werden können?

  • Steuerperiode 2014: Fr. 6‘739 (mit 2. Säule) / Fr. 33‘696 (ohne 2. Säule)
  • Steuerperiode 2015: Fr. 6'768 (mit 2. Säule) / Fr. 33'840 (ohne 2. Säule)
  • Steuerperiode 2016: Fr. 6'768 (mit 2. Säule) / Fr. 33'840 (ohne 2. Säule)
  • Steuerperiode 2017: Fr. 6'768 (mit 2. Säule) / Fr. 33'840 (ohne 2. Säule)
     
     

Ich beziehe für das Jahr 2016 eine IV-Rente von 100 % und bezahle in diesem Jahr keine Beiträge an eine Pensionskasse. Wie viel darf ich maximal für Einzahlungen in die 3. Säule a abziehen?

Beiträge an die 3. Säule a können nicht mehr abgezogen werden, weil eine IV-Rente kein Erwerbsersatzeinkommen darstellt.

Kann man mehrere Säule 3a Konti eröffnen oder gibt es eine Begrenzung?

Ein Vorsorgenehmer kann mit mehreren Bankstiftungen oder Versicherungsgesellschaften Vorsorgeverträge abschliessen. Für jedes Vorsorgekonto bzw. für jede Vorsorgepolice muss ein separater Vorsorgevertrag vorliegen. Die Gesamtsumme der Einzahlungen pro Jahr darf den Maximalbetrag von Artikel 7 Absatz 1 BVV 3 nicht übersteigen.

Kann der Beitrag an die 3. Säule a in dem Jahr noch abgezogen werden, in dem die Pensionierung erfolgt?

Ja. Die geleisteten Beiträge können bis zum in der jeweiligen Steuerperiode geltenden Maximalbetrag abgezogen werden.

Ich wurde letztes Jahr pensioniert, arbeite aber immer noch mit einem reduzierten Pensum weiter. Können weiterhin Beiträge an die 3. Säule a abgezogen werden?

Grundsätzlich können bis 5 Jahre nach Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters noch Beiträge an die Säule 3a geleistet werden, sofern ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen erzielt wird und die Erwerbstätigkeit ununterbrochen weiterbesteht. Ab Vollendung des 69. Altersjahres (Frauen), bzw. 70 Altersjahres (Männer) besteht keine Abzugsberechtigung mehr, auch wenn weiterhin ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt wird.

Ich bin seit dem 1. Mai 2016 selbständig. Bis im Mai hatte ich als Angestellter (Unselbständiger) gearbeitet. Kann ich nun Fr. 6'768.- und zusätzlich 20% meiner Erwerbseinkünfte aus der Selbständigkeit in die Säule 3a einzahlen?

Wechselt der Steuerpflichtige im Laufe der Steuerperiode zwischen unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit und gehört dadurch nicht während der ganzen Steuerperiode einer Vorsorgeeinrichtung an, ermittelt sich der Maximalbetrag für während der Steuerperiode geleistete Beiträge an die Säule 3a wie folgt (Steuerperiode 2016):
Fr. 6'768.-, zuzüglich 20% des Erwerbseinkommens aus dem Zeitraum, in dem der Steuerpflichtige keiner Vorsorgeeinrichtung angehört (insgesamt jedoch max. Fr. 33'840).
 

Ich bin selbständig Erwerbender, arbeite aber zusätzlich auch noch Teilzeit als Angestellter. Wie hoch sind die abzugsfähigen Beiträge an die Säule 3a?

Wenn ein Steuerpflichtiger während des ganzen Jahres einer unselbständigen Erwerbstätigkeit mit BVG-Zugehörigkeit nachgeht, so kann er maximal Fr. 6'768.- (Steuerperiode 2016) in die Säule 3a einzahlen, auch wenn er gleichzeitig noch ein selbständiges Erwerbseinkommen erzielt.

Ich war das ganze Jahr arbeitslos und habe Taggelder bezogen. Kann ich die Beiträge an die 3. Säule a abziehen?

Ja. Die Höhe des Abzuges ist davon abhängig, ob Beiträge an die berufliche Vorsorge (2. Säule) geleistet wurden oder nicht. Wurden Beiträge an die berufliche Vorsorge entrichtet, so können max. Fr. 6'768.- (Steuerperiode 2016) in Abzug gebracht werden. Sind keinerlei Beiträge an die berufliche Vorsorge entrichtet worden, so können höchstens 20 % des Erwerbsersatzeinkommens, maximal aber Fr. 33'840.- in Abzug gebracht werden. Mit einer Aussteuerung entfällt jedoch die steuerliche Abzugsberechtigung von Beiträgen an die 3. Säule a.
 

Ich bin selbständig erwerbend und habe im Steuerjahr zuviel in die 3. Säule a einbezahlt. Was passiert mit dem Betrag über den erlaubten 20% des Erwerbseinkommens resp. des zulässigen Maximalbetrags?

Das kantonale Steueramt Zürich stellt zuhanden des Pflichtigen eine Bestätigung aus mit der Aufforderung, bei der Vorsorgeeinrichtung eine Rückzahlung des zuviel einbezahlten Beitrages zu verlangen. Aufgrund dieser steuerlichen Bestätigung ist die Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, die Rückzahlung vorzunehmen.

Ab welchem Zeitpunkt kann ich frühestens die Säule 3a Guthaben beziehen?

Der ordentliche Bezug der Säule 3a Konti kann frühestens 5 Jahre vor dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters erfolgen.

Bis zu welchem Zeitpunkt muss ich die Säule 3a Guthaben spätestens beziehen?

Der Bezug der Säule 3a Konti hat spätestens bei Erreichen des ordentlichen Rentenalters zu erfolgen. Personen, die auch nach Erreichen des ordentlichen Rentenalters weiterhin ununterbrochen einer AHV-pflichtigen Erwerbstätigkeit nachgehen, können den Bezug bis zur Aufgabe der Erwerbstätigkeit aufschieben. Spätestens 5 Jahre nach dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters (Frauen: 69 Jahre; Männer: 70 Jahre) müssen jedoch sämtliche Säule 3a Konti bezogen werden, auch wenn danach weiterhin eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird.

Sind Pensionskasseneinkäufe unbegrenzt abzugsfähig?

Diese Einkaufsbeiträge sind grundsätzlich vollumfänglich abzugsfähig. Die Vorsorgeeinrichtung darf jedoch nur den Einkauf höchstens bis zur Höhe der reglementarischen Leistungen ermöglichen bzw. bescheinigen.

Für Personen, welche aus dem Ausland zuziehen, gelten separate Bestimmungen.
 

Ich möchte mich in meine Pensionskasse einkaufen. Nun habe ich gehört, dass ich danach keinen Kapitalbezug mehr machen kann. Stimmt das?

BVG-konforme Einkäufe in die 2. Säule (Pensionskasse) können grundsätzlich vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden (in der Steuererklärung unter Ziff. 16.1). Dabei gilt allerdings zu beachten, dass gemäss aktueller Rechtsprechung des Bundesgerichts innert 3 Jahren nach einem Einkauf kein Kapitalbezug mehr zulässig ist (Sperrfrist).

Hinweise zur Sperrfrist:
Die Sperrfrist bezieht sich nicht nur auf die Summe der getätigten Einkäufe, sondern auf das gesamte Sparguthaben in der Pensionskasse.

Die dreijährige Sperrfrist bezieht sich auf volle Jahre (d.h. bei einem Einkauf per 15.6.2016 kann frühestens ab dem 15.6.2019 ein Kapitalbezug erfolgen).
 

Muss man dem Steueramt den Bezug einer Kapitalleistung melden oder beim Bezug einer Kapitalleistung eine separate Steuererklärung ausfüllen?

Das Veranlagungsverfahren bei einem Kapitalbezug aus Vorsorge wird grundsätzlich aufgrund einer Meldung der Eidgenössischen Steuerverwaltung im Kalenderjahr des Kapitalbezuges durchgeführt. Die Steuerpflichtigen müssen im Jahr des Kapitalbezuges diesbezüglich nichts unternehmen. Wir empfehlen jedoch, die zu erwartende Steuerbelastung im persönlichen Budget zu berücksichtigen.

Im Rahmen des ordentlichen Steuererklärungsverfahrens (d.h. im darauffolgenden Kalenderjahr) müssen Kapitalleistungen aber unter Ziffer 40 der Steuererklärung deklariert werden.
 

Besteht eine Abzugsberechtigung von Einkäufen in die Pensionskasse, wenn bereits ein Betrag zur Wohneigentumsförderung bezogen worden ist? Oder muss zuerst der WEF-Vorbezug zurückbezahlt werden?

Es besteht keine Abzugsberechtigung, weil zuerst erfolgte Vorbezüge für Wohneigentum zurückbezahlt werden müssen.

Wenn ein WEF-Vorbezug (Wohneigentumsförderung) aus der Pensionskasse zurückbezahlt wird, wird auch die Steuer zurückbezahlt?

Ja. Die Wiedereinzahlung des Vorbezuges gibt dem Vorsorgenehmer Anspruch auf zinslose Rückerstattung der seinerzeit für den Vorbezug bezahlten Bundes-, Staats- und Gemeindesteuern. Das Gesuch für die Rückzahlung der Staats- und Gemeindesteuern ist beim Gemeindesteueramt, das Gesuch für die Rückzahlung der Bundessteuer ist beim kantonalen Steueramt Zürich, Dienstabteilung Bundessteuer, innert drei Jahren nach Wiedereinzahlung einzureichen.

Dem Gesuch sind die folgende Bescheinigungen beizulegen:

  • Kopie des offiziellen Formulars der EStV (Eidgenössische Steuerverwaltung) über die Rückzahlung des WEF-Vorbezugs *)
  • Register-, resp. Kontoauszug der EStV über die WEF-Vorbezüge und -Rückzahlungen *)

*) diese Bescheinigungen erhalten Sie von der EStV resp. können Sie bei dieser Stelle anfordern (www.estv.admin.ch).

Wie werden Vorbezüge für Wohneigentum aus der 2. und 3. Säule a besteuert?

Die Vorbezüge werden als Kapitalleistung unabhängig vom übrigen Einkommen gesondert besteuert. Erfolgen im gleichen Jahr mehrere Auszahlungen, z.B. WEF-Vorbezüge, Bezüge aus der 2. Säule oder 3. Säule a, werden diese zusammengezählt und das Gesamttotal zum Satz von 1/10 bei den Kantons- und Gemeindesteuern bzw. 1/5 bei der direkten Bundessteuer besteuert. Eine provisorische Steuerberechnung bietet die Applikation "Steuerberechnung" auf der Homepage des kantonalen Steueramts an.
 

Ich bin 61 Jahre alt und wollte meine Bankguthaben bei der Säule 3a auf eine andere Bank überweisen lassen, da dort bessere Zinskonditionen geboten werden. Nun hat mich mein Bankberater darauf aufmerksam gemacht, dass das Steueramt diesen Transfer allenfalls nicht akzeptiert und diesen als Kapitalleistung besteuert. Stimmt das?

Nein. Der Übertrag eines Säule 3a-Kontos nach dem Alter 59 (Frauen) bzw. 60 (Männer) auf eine andere Säule 3a-Einrichtung wird zugelassen und wird nicht besteuert (sofern die Voraussetzungen zur Weiterführung des Säule 3a Kontos gegeben sind).

Hinweis zu Säule-3a-Versicherungspolicen: Bei nach dem Alter 59/60 fällig werdenden Säule 3a-Policen wird hingegen von einem Zufluss ausgegangen, der zu besteuern ist. Eine Übertragung ist nach der Fälligkeit der Police daher nicht mehr möglich. Hingegen können Säule 3a-Policen vor Vertragsablauf verlängert werden.