Anpassung des Rundschreibens zum Aufschub der Grundstückgewinnsteuer bei Ersatzbeschaffung des Eigenheims

15.02.2018 - Mitteilung

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Das Rundschreiben der Finanzdirektion an die Gemeinden über den Aufschub der Grundstückgewinnsteuer bei Ersatzbeschaffung einer dauernd und ausschliesslich selbstgenutzten Wohnliegenschaft (§ 216 Abs. 3 lit. i und § 226a StG) wurde an die neuere Rechtsprechung angepasst.

Das angepasste Rundschreiben der Finanzdirektion (ZStB Nr. 216.3) berücksichtigt die aktuelle bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Ersatzbeschaffung. So steht gemäss Entscheid des Bundesgerichts vom 28. September 2017 bei ausserkantonalen Ersatzbeschaffungen das Recht zur Besteuerung des aufgeschobenen Grundstückgewinns bei Wegfall des Steueraufschubs auch bei einer Veräusserung des Ersatzgrundstücks innert fünf Jahren nicht dem Wegzugskanton sondern dem Zuzugskanton zu (sog. Einheitsmethode). Aufgrund dieser allgemeinen Anwendung der Einheitsmethode im interkantonalen Bereich wird im Rundschreiben zudem festgehalten, dass auch bei interkommunalen Ersatzbeschaffungen innerhalb des Kantons das Recht zur Besteuerung des aufgeschobenen Grundstückgewinns bei Wegfall des Steueraufschubs grundsätzlich der Zuzugsgemeinde zukommen soll.

Weiter hat das Bundesgericht in einem Urteil vom 7. März 2017 entschieden, dass das Kriterium des dauernden und ausschliesslichen Selbstbewohnens bereits erfüllt ist, wenn die steuerpflichtige Person im fraglichen Objekt Wohnsitz genommen hat.

Das angepasste Rundschreiben ersetzt das bisherige Rundschreiben vom 31. März 2014 mit sofortiger Wirkung.
 

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